Bürgerinitiative
Krebsbachtal

24.06.2015 Liebe Freunde und Mitstreiter,

die Klage wurde abgewiesen.

Für eine Stellungnahme ist, so kurz nach dieser betrüblichen Nachricht, wohl nicht der richtige Zeitpunkt.

Wir bedanken uns bei Allen, die uns, gleich in welcher Art, unterstützt und uns Mut gemacht haben. Den Vorwurf, nicht alles unternommen zu haben, müssen wir uns alle nicht machen.

 

 

Das Recht ist gut, aber die Rechtspraktika taugt nichts. (Deutsches Sprichwort)

 

 

 

 

Gerichtsverhandlung ist gelaufen

23.06.2015 Auch der dritte Verhandlungstag ist vorbei. Mit einem Urteil rechnen wir im Laufe der Woche.

Wie könnte das Urteil lauten?

Unzweifelhaft sind so grobe Fehler in der Planung, dass das Recht auf unserer Seite ist. Selbst für den Laien war z.B. klar auszumachen, dass die geplante Irritationsschutzwand mit "Heister"-Bäumen so niemals funktionieren kann. Auch ein Baumgutachter hat das bestätigt. Und weil dieses Ding definitiv nicht funktionieren kann, wird gegen Naturschutzgesetze verstoßen! Das ist Fakt - und das allein ist ein zwingender Grund, das Vorhaben zu kippen.

Die Irritationsschutzwand steht als Fehler aber bei weitem nicht alleine da. Das ganze Werk ist durchzogen von Fehlern und Ungereimtheiten. Teilweise machten sich die Planer gar nicht mehr die Mühe, vernünftig zu argumentieren oder gar zu belegen. Als Beispiel möchte man die Argumentation um die Kapelle in Rummeltshausen anführen. (Siehe Murks³)

 

Sollte der Rechtsstaat noch funktionieren, kann es nur eine Entscheidung geben!

Wenn nicht?

Ich hab da schon ein paar Ideen...Solange die Irritationsschutzwand keine Wand ist, fährt da kein Auto! Lt. Gutachten nach 10 - 15 Jahren, wenn überhaupt...und:...

 

Gerald Jütten

Murks³



Auszug aus dem LBV-Jahresheft 2015

Artikel zur Umgehung Holzgünz /PDF-Datei bei Klick aufs Bild

Newsletter April 2015



Fackelzug

Zu unserer (vielleicht) letzten offiziellen Veranstaltung konnten wir wieder über 100 Mitstreiter zu einem Fackelzug begrüßen.

Unser Dank gilt natürlich ALLEN, die sich daran beteiligten und uns immer wieder unterstützen.

Besonders bedanken möchte sich die BI natürlich bei den Sommer´s, die uns den Platz zur Verfügung gestellt haben und beim BUND Naturschutz, Erkheim mit ihrem Vorsitzenden Joachim Stiba, die uns seit langer Zeit begleiten und immer wieder mit dabei sind, wenn es gilt Flagge zu zeigen.

DANKE!

Fackelzug am 12.01.2015



















Fackelzug

Die BI Krebsbachtal und der Bund Naturschutz veranstalten

am Sonntag den 11. Januar 2015 um 18:30 Uhr

einen Fackelmarsch entlang der geplanten Verlegung der ST2020 - mit anschließender Kurzinformation über die Planfeststellung und der hierzu eingereichten Klage.

 

→ Treffpunkt für den Fackelmarsch ist ab 18:15 Uhr beim Anwesen Häring/ Sommer im Althardt 1

 

→ Kurzinformationen, bei Glühwein und Punsch, gibt es ab ca. 19:00 Uhr, ebenfalls beim Anwesen Häring/ Sommer.

 

Eingeladen sind Jung und Alt, die noch einmal ein - vielleicht letztes - gemeinsames Zeichen setzen wollen, dass wir die planfestgestellte Trasse durch unsere schützenswerte Natur entschieden ablehnen.

 

Fackeln gibt es vor Ort. Auf eine zahlreiche Teilnahme freut sich die BI Krebsbachtal und der Bund Naturschutz.

 

Bei Regen entfällt die Veranstaltung (Information hierzu an den örtlichen Anschlagtafeln oder unter www.rummeltshausen.de).

 

 

Bürgerinitiative Krebsbachtal: 600 Unterschriften gegen Umgehungsstraße



Link: RT1 Südschwaben vom 28.11.2013



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Die Übergabe von 600 Unterschriften gegen die geplante Verlegung der St2020 bei Holzgünz.
Von links: Gerald Jütten (Landesbund für Vogelschutz und BI), Regina Böckler (BI), MdL Klaus Holetschek, Volker Lohmann (BI), Helmut Scharpf und Joachim Stiba (beide Bund Naturschutz)

der vollständige Pressetext:

Bürgerinitiative trifft sich mit Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek

 

Eine Liste mit etwa 600 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die gegen die geplante Verlegung der Staatsstraße 2020 bei Holzgünz durch das Krebsbachtal sind, hat eine Vertretung der Bürgerinitiative Krebsbachtal, an den Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek übergeben. Unterstützt wurden die Gegner der Straße von Vertretern des Bund Naturschutzes und des Landesbundes für Vogelschutz.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) hatten bei der Unterschriftenaktion lediglich in den eigenen Orten Günz und Rummeltshausen aktiv Unterschriften gesammelt. Hier unterstützten laut Vorsitzender Regina Böckler etwa 90% der Bevölkerung die Forderungen der BI mit ihrer Unterschrift. Die Unterschriften der umliegenden Orte waren Solidaritätsbekundungen. Bezeichnend sei auch, dass viele Bürgerinnen und Bürger aus Holzgünz unterschrieben haben, die nach Darstellung der Planer ja eigentlich die Nutznießer des Vorhabens sein würden, so die Sprecherin der BI Regina Böckler.

In einem Gedanken- und Meinungsaustausch diskutierten die Gegner der Straße mit dem Landtagsabgeordneten über Sinn und Unsinn der Umgehung. Derzeit befindet sich das Projekt in der Planfeststellung, ein Beschluss liegt noch nicht vor. Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek, unter anderem auch im Ausschuss des Landtags für Infrastruktur, Bau und Verkehr, hob die Vorteile der Anbindung an das geplante interkommunale Gewerbegebiet heraus. Eine funktionierende Infrastruktur sei hierfür ein wichtiger Baustein. Zudem sei das Vorhaben von den am interkommunalen Gewerbegebiet beteiligten Gemeinden gewünscht und werde vom Grundsatz her befürwortet. Der Landtagsabgeordnete wies auch darauf hin, dass es neben der ihm von der Bürgerinitiative Krebsbachtal übergebenen Unterschriftenliste gegen die Verlegung der St2020 auch eine Liste für das Projekt gebe, die bereits der Regierung von Schwaben übergeben wurde. Regina Böckler ergänzte dazu, dass die Gemeinde Westerheim das Vorhaben grundsätzlich schon befürworte, die in der Planfeststellung enthaltene Variante aber per Gemeinderatsbeschluss ablehnte und für diese auch keine Grundstücke zur Verfügung stellen wird.

Aus Sicht der Straßengegner bemängelte Volker Lohmann vor allem die offizielle Planung, bei der eine funktionierende Infrastruktur nicht diskutiert wurde. Stattdessen wurde bei dieser Planung, so Lohmann, mit falschen Zahlen und abstrusen Prognosen, wie etwa 25%ige Bevölkerungszuwächse gerechnet. Obwohl Ausgangspunkt und Ziel der Fahrzeuge in einem teuren Verkehrsgutachten ermittelt wurden, wird auf einer willkürlich festgelegten Strecke eine Zeitersparnis mit einem hohen Nutzen zur Schau getragen. Außerdem, so Regina Böckler, dürfe ein fiktives Gewerbegebiet mit unabsehbarer Belegung nicht der Anlass für den Bau einer 100%igen Infrastruktur sein. Eine Anbindung an die Autobahnauffahrt für das südliche Gebiet sei zudem bereits vorhanden.

Joachim Stiba für den Bund Naturschutz (BN) und Gerald Jütten für den Landesbund für Vogelschutz (LBV) übergaben Klaus Holetschek ebenfalls noch Protestschreiben, um den Widerstand der Naturschutzverbände zu untermauern. Joachim Stiba verwies auf das allgemeine Bestreben den Flächenfraß einzudämmen, das aber bei allen Bauprojekten scheinbar in Vergessenheit gerät. Gerald Jütten schlug vor, auch in der Regionalplanung die Straßenbauprojekte besser zu koordinieren. Die unterschiedlichen Träger dieser Straßen betrachten immer nur einen örtlich begrenzten Raum, wobei sich die jetzt schon geplanten Vorhaben durchaus auch gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen. Jütten hob aber auch heraus, dass mit der Planung dieses sinnlosen Projekts durch das Krebsbachtal viel Vertrauen zerstört wurde, der LBV werde sich daher nicht mehr nur mit Verbesserungsvorschlägen zufrieden geben, sondern sich auch an einer von der BI geplanten Klage anschließen. Beide Vertreter der Naturschutzverbände hoben auch die hohe Wertigkeit des Krebsbachtals aus ökologischer Sicht heraus.

Schlussendlich waren sich sowohl MdL Klaus Holetschek als auch die Gegner der Straße darin einig, dass solche Gespräche auf Augenhöhe bereits in der Startphase derartiger Projekte angebracht sind. Die Beteiligung der Bürger, so wie bei diesem Gespräch, wäre bei vielen Projekten dringend erforderlich, so Böckler. Man einigte sich auch darauf, dass eine Antwort darüber erfolgen wird, wo die Unterschriften verbleiben und welche Konsequenzen daraus gezogen werden. In jedem Fall sei dieses Gespräch als ein positiver Ansatz zu sehen, Politik und Bürgermeinung in respektvollem Umgang zueinander zu bringen, so die Vorsitzende der Bürgerinitiative.

 













Mathematik für Fort(!)-Geschrittene



Verkehr Holzgünz Richtung Autobahn:

Zählung 2011 Verkehrsuntersuchung: 1.700 Kfz (selbst diese Zahl ist viel zu hoch)

Prognose 2025 Verkehrsuntersuchung: 2.500 Kfz (2011-2025 +47%*)

Prognose 2025 NKV: 5068 Kfz (mit dieser völlig unrealistischen Zahl wurde der Bedarf nach München gemeldet und in die Dringlichkeit 1 eingestuft. Woher diese Zahl kommt kann man leider nirgendwo erfahren)

 

* Die (ohnehin optimistische) amtliche Prognose rechnet mit 1,1% Zuwachs p.a., also von 2011-2025 = 14 Jahre x 1,1% = 15,4% Steigerung (Quelle: "Verkehrsprognose 2025 als Grundlage für den Gesamtverkehrsplan Bayern" im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie)

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Das Nutzen-Kosten-Verhältnis steht regelmäßig in der Kritik. Hier eine kleine Abhandlung darüber, die sich natürlich auch auf unser Projekt bezieht. Klick auf den Banner - es öffnet sich eine PDF.

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Spruch vom Bauamt Kempten während der ersten Informationsveranstaltung als ein anderes Bauprojekt erwähnt wurde.

LBV klagt gegen die Umgehung!



Link: RT1 Südschwaben vom 25.06.2013


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Stärkung der ländlichen Region?

Arbeitslosenquote im Unterallgäu: 2,2% (Stand April 2013)

Die Unterallgäuer Zahlen gehören weiterhin zu den besten in Deutschland. Nur in drei der 412 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland war die Arbeitslosenquote im April niedriger.

Bericht des Instituts Verkehr und Raum der FH Erfurt vom 21.März 2013



Interessant die Untersuchung des NKV-Wertes. Anhand mehrerer Beispiele wurden geschätzte Baukosten und Verkehrsmengen mit Ist-Werten verglichen. Ergebnis:

Die Baukosten sind im Schnitt um 48% (!!!) höher ausgefallen als prognostiziert. Die vorausgesagten Verkehrsmengen wurden um 43% unterschritten.

Ein anerkanntes Institut hat jetzt ermittelt, was selbst uns Laien sofort ins Auge gestochen ist. Jedem leuchtet ein, dass dieses Mißverhältnis krasse Fehler in der Planung und deren Systematik aufzeigt. Nur die Politik und die Straßenbauämter halten verbissen an dieser Vorgehensweise fest.
Link zum vollständigen Bericht


Apropos unsinnige Zahlen: In den Schlagzeilen wird wieder über den demografischen Wandel berichtet. Für das Unterallgäu wird eine Bevölkerungsentwicklung von -2% bis 2% angenommen. Im Verkehrsgutachten zur St2020 wird mit bis zu 26% (!!!) Bevölkerungszuwachs gerechnet. Alea jacta est?

Jeder dritte Unfall im Unterallgäu ist ein Wildunfall



Link: Memminger Zeitung vom 12.03.2013



Konsequenz???:

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solche Planungen:

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Verkehrssicherheit?

Neue Stellungnahme Bund Naturschutz

Stellung_BN_Wirtschaftlichkeit.pdf

11.9 K

Link: Pressemitteilung vom Bund Naturschutz

STARK!



Link: Pressemitteilung vom Bundesamt für Naturschutz

Bestandsentwicklung in der Agrarlandschaft - auch ein Thema während der Anhörung



Link: Die Lokale Memmingen

Bericht über die Protestaktion





Es geht doch:

Aus für die Südumgehung Schwabachtal !
Bericht der BI


Link: Neue Autobahnauffahrt !!!

Völlig planloses Straßengewurstel



Beispielhaft und Nachahmenswert:

Gericht kippt Olchinger Umfahrung !
Bericht in der Süddeutschen Zeitung


Link zur Bürgerinitiative Olching


Dazu noch der offizielle

Planfeststellungsbeschluss Olching

Jegliche Kritik am Vorhaben wurde von den Straßenbauern hier zurückgewiesen (kommt uns irgendwie bekannt vor).


LINK: Öffentlichkeitsbeteiligung in Planfeststellungsverfahren


Bitte lesen! Das wäre mal ein guter Ansatz, doch in der Umsetzung wieder mal ein Soll-Kann-Vielleicht-Gesetz. "



mit der Betonung auf WIR

Die BI braucht jetzt EURE Unterstützung
Wie schon bei der Informationsveranstaltung am 18. Mai im Laupheimer-Saal angesprochen, benötigen wir jetzt die finanzielle Grundlage für die Klage. Und ohne Klage geht es wahrscheinlich nicht.
Das Formblatt, in dem ihr eure Unterstützung zusichern könnt, wurde ausgelegt. Wer es noch als pdf oder gedruckt haben möchte, der soll sich bitte melden.

Sprecht auch mit Nachbarn, Freunden, Verwandten darüber und animiert sie zum mitmachen.
OHNE EURE HILFE GEHT ES NICHT WEITER !!!

Kein Mensch braucht diese Straße




Das "Moos": vorher - nachher

...und die Natur schon gar nicht !





Baumfalke - Blindschleiche - Gelbbauchunken